Quelle: Cover und Bildzitate: CBS/Paramount
Quelle: Cover und Bildzitate: CBS/Paramount

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raumschiff Enterprise, Original: Star Trek (1966-1969); Desilu Studios und Paramount, 1 Pilotfilm (Der Käfig,

Erstausstrahlung: 1988 da das Konzept 1965 von Paramount abgelehnt worden war); 79 Episoden á ca. 51min in

drei Staffeln, Produktionsland: USA; Idee: Gene Roddenberry, Produktion: Gene Roddenberry, Gene L. Coon

u.a., Musik Alexander Courage u.a.

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Darsteller  
William Shatner als Cpt. James Tiberius Kirk Leonard Nimoy als Lt. Com. "Spitzohr" Spock
DeForest Kelley als Lt. Com. Leonard "Pille" McCoy James Doohan als Lt. Com. Montgomery Scott
George Takei als Lt. Hikaru Sulu Walter Koenig als Ensign Pavel Chekov
Nichelle Nichols als Lt. Nyota Uhura Majel Barrett als Schwester Christine Chapel
Grace Lee Whitney als Yoman Janice Rand  John Colicos als Kor

Besprechung:

Inhalt:

"Dies sind die Abenteuer des Raumschiff's Enterprise,

dass mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist,

um neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und neue Zivilisationen.

Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor,

die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."

Intro in Deutsch

 

Space: the final frontier.

These are the voyages of the starship Enterprise.

Its five-year mission:

to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations,

to boldly go where no man has gone before.

Intro im englischen Original

 

Captain Kirk führt das modernste Raumschiff der Föderation, ein Schiff der CONSTITUTION Klasse, von dem es insgesamt nur zwölf Stück gibt. Seine Mission ist die Erforschung des unbekannten Weltraums, zu unbekannten Zivilisationen Kontakt aufzunehmen und gleichzeitig im Föderationsgebiet Polizeiaufgaben wahrzunehmen. Seine Crew, bestehend aus dem Vulkanier Spock, den Schotten Montgomery "Scotty" Scott, dem Russen Pavel Chekov, dem Japaner Hikaru Sulu, der Afrikanerin Nyota Uhura und dem Amerikaner "Pille" McCoy, unterstützt Kirk in jeder erdenklichen Situation und steht ihm loyal zur Seite. Die Mannschaft verpflichtet sich zu einer Fünf-Jahres-Mission. So fliegt die Enterprise oft monatelang durchs All ohne die Möglichkeit, eine Raumstation anzufliegen und erlebt dabei viele unglaubliche Abenteuer...


Fazit:

Als Fan der ersten (deutschen) Stunde kann ich nicht anders, als liebevoll über Star Trek schreiben. Die Serie hat als Kind meine Fantasie beflügelt, ließ mich neugierig werden und nahm mich immer wieder mit. Und auch als ich mir alle drei Staffeln, damals noch in den drei Original-Boxen in Star Trek-Logo-Form in gelb, blau und rot, endlich auf DVD angeschafft hatte, schaute ich mir immer wieder alle Episoden an, so dass sich heute um meine meist gesehene Serie überhaupt handelt. Selbst über vierzig Jahre später, nachdem ich die meisten Folgen fast auswendig kenne, gibt es immer wieder Tage, an denen ich einen The Original Series Tag einlege. Aus heutiger Sicht mag man über die simplen Spezialeffekte vielleicht lächeln. Die Kostüme mögen jüngeren Zuschauern auf den ersten Blick albern erscheinen, die viel zu grellen Farben nervtötend. Aber hey! So war Fernsehen nunmal in den 60er Jahren und jenseits dieser vermeintlichen Mankos bietet die Show wesentlich  mehr, als das - nämlich Inhalte mit Substanz. Des Weiteren gibt es eine digital überarbeitete Fassung. Hier wurden vor allem die Spezialeffekte liebevoll überarbeitet. Sie ist inzwischen so verbreitet, dass die jüngere Generation Star Trek Fans das Original oft genug gar nicht mehr kennt.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich als ungefähr fünfjähriger Junge zum ersten Mal den Vorspann zu Raumschiff Enterprise sah. Die oben zitierten Worte "Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat", brannten sich schon damals unvergesslich in mein Gedächtnis ein. Ich weiß heute natürlich nicht mehr, welche Episode ich zuerst gesehen habe. Ob es nun "ich heiße Nomad", "Kirk : 2 = ?", oder vielleicht doch erst "Der Tempel des Apoll", kurz vor meinem sechsten Geburtstag war, ist heute für mich natürlich nicht mehr nachvollziehbar. Doch egal, welche es immer auch war. Für mich brach ein neues Zeitalter an, im dem ich heute noch mit Enthusiasmus und Herzblut lebe.

 

Als Kind war mir noch nicht klar, was für ein gewagtes Projekt Star Trek eigentlich war. Die Erkenntnis kam erst im Erwachsenenalter mit dem Lesen der immer zahlreicher werdenden Sachbücher zum Franchise. Ein Trek zu den Sternen sollte es werden, ein Western im Weltraum. So verkaufte Gene Roddenberry seine Idee. Kein Wort davon, dass er sozialkritische Themen angehen wollte, dass eine schwarze Frau ein leitender Offizier auf der Brücke sein würde und schon gar nicht, dass  diese Frau dann auch noch einen weißen Captain küssen würde. Hätten die Produzenten bei Paramount das geahnt, vielleicht wäre Star Trek niemals entstanden. So aber wurden uns so legendäre Folgen wie "Der  Fall Charlie", "Spock unter Verdacht", "Notlandung auf Galileo 7", "Weltraumfieber", "Kennen Sie Tribbles?" und natürlich die viel gelobte und mehrfach ausgezeichnete letzte Episode der ersten Staffel "Griff in die Geschichte" geschenkt. Natürlich hat die Serie schlechte Episoden, wie jede andere auch. Doch kaum eine andere hat eine so dichte Hintergrundstory aufgebaut, so denkwürdige Geschichten erzählt und ein so mitreißendes Statement über Kameradschaft und Freundschaft zu bieten.

 

Klingonen, Romulaner, die Föderation, die oberste Direktive. Das sind Bezeichnungen, die heute in die allgemeine Popkultur eingegangen sind und überall auf der Welt erkannt werden. Schon in den nur neunundsiebzig Episoden des Klassikers erfuhren wir so viel über die "Menschheit der Zukunft", die der äußerst zukunftsoptimistische Gene Roddenberry erdachte, dass wir staunend vor dem Fernseher hockten und mehr wollten. Und tatsächlich wurde aus einem nach drei mehr oder weniger erfolglosen Jahren eingestellen Projekt einige Jahre später eines der erfolgreichsten Konzepte aller Zeiten, das es bisher auf sechs Serien mit insgesamt 718  Episoden und  dreizehn Kinofilme, unzählige Romane, einige tolle PC- und natürlich neuerdings Handy-Spiele gebracht hat. Seit  2017 läuft nach zwölf Jahren Abstinenz denn auch endlich die aktuelle Show  Star Trek Discovery hierzulande auf dem Streamingportal Netflix. Die gerade abgeschlossene erste Season ist, wie übrigens auch die von Star Trek - The Next Generation und später Star Trek - Enterprise bei den Fans unter anderem wegen ihrer visuellen Neuerungen stark umstritten (siehe hierzu meinen Artikel zu Discovery). Dennoch kommen die Abenteuer der U.S.S. Discovery bei einem Großteil des Publikums anscheinend gut an. Netflix vermeldete Rekordklicks und auch der neue CBS Streamingdienst CBS All Access zeigt sich mit den neu hinzugewonnenen Abonnentenzahlen zufrieden. Die zweite Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben. Insofern ist die Legende sehr lebendig und wird es Dank immer neuer Inkarnationen auch immer bleiben. Ich würde mir sogar eine gut gemachte Animationsserie wünschen, um das Franchise noch mehr für die ganz junge  Generation zugänglich zu machen.

persönliche Bewertung: 6/6