Warum eine Seite wie diese?

Seiten zur Phantastik gibt es viele, doch nur wenige in Deutschland mit  Science Fiction als Alleinstellungsmerkmal. Mit meiner unabhängigen, werbefreien Non Profit Fanseite Greatscifi.de möchte ich daher einen umfassenden Einblick in dieses wundervolle Genre  bieten, dass abseits vom US Mainstream noch so viel mehr zu bieten hat.

Greatscifi.de ist seit über drei Jahren online und verfügt derzeit über etwa 400 Besprechungen aus folgenden (teilweise ehemaligen) Ländern und Nationen: Australien, Brasilien, Bulgarien, Bundesrepublik Deutschland, China, DDR (ehem), Deutsches Reich (ehem.) Frankreich, Großbritannien, Italien, Indien, Japan, Jugoslawien (ehem.), Kanada, Mexiko, Neuseeland, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Schweden, Serbien, Spanien, Sowjetunion (ehem.) Südafrika, Südkorea, Tschechoslowakei (ehem.), Tschechien, USA.

Mit der Zeit ist eine kleine Liste von Personen und Verlagen zusammengekommen, die den  unübersehbaren Fancharakter meiner Seite offenbar zu schätzen wissen. Abschließend also noch mein herzlicher Dank an Oliver Hoch für das Design und die Bereitstellung des Banners, Sebastian Pobot (Maritim), Balthasar v. Weymarn (Interplanar), Frau Sarah Fusshoeller (Bastei/Lübbe),  Crosscult Verlag, Sad Wolf Verlag, Robby Jünger vom Hybrid Verlag, Sylvia Kaml (Schriftstellerin),  Mathias Leopold (Schriftsteller), Panorama Entertainment und Pidax Film- und Hörspielverlag für die freundliche Bereitstellung von Rezensionsexemplaren. Ein gesonderter Dank geht an Ekmar Brand, der sich immer wieder Zeit nimmt, um Statistik- und Episodenlisten im Internet durchzuackern.

Nun aber herzlich willkommen. Stöbert gerne nach Lust und Laune auf meinen Seiten.

Viel Spaß!

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Negadon - Das Monster vom Mars (2005)

Negadon ist eine zwar nur fünundzwanzigminütige, dafür aber gelungene computeranimierte Hommage an die sogenannte Showa-Monsterfilm-Ära Japans. Wir befinden uns in einer alternativen Zukunft des Jahres 2025, die von einem wundervollen retrofuristischen Design geprägt ist und den Zuschauer mit einem ebenso ungewöhnlichen, wie ansprechenden Stil überrascht. Hauptthema ist der Kampf der Giganten, doch die ausufernde, typisch japanische Fantasie Jun Awazus tut ihr übrigens, um dieses leider viel zu kurze Werk  zu einem tollen Erlebnis werden zu lassen...

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Thunder in Paradise (1994)

Thunder in Paradise stellt nach Shows wie Knight Rider, Automan, Street Hawk und Airwolf einen weiteren Versuch dar, hochmotorisierte Action mit Science Fiction Elementen zu paaren. Neu ist der Schuss "Baywatch", den Produzent Douglas Schwartz in diesen Coctail hineinmischte. Die Serie kommt mit einer völlig beabsichtigten riesigen Portion Klischee, Naivität, Kitsch und Trash daher und macht gerade deshalb großen Spaß. Es ist eigentlich schade, dass sie nach nur einer Staffel eingestellt wurde, denn insgesamt verbreitet Thunder in Paradise mit seiner Mischung aus SciFi, Action und Urlaubsfeeling einfach  nur gute Laune...

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Plan 9 from Outer Space (1959)

Plan 9 From Outer Space wurde bereits in den späten 70er Jahren nicht zu Unrecht als „schlechtester Film aller Zeiten“ gehandelt. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb hat das Machwerk der ebenso schillernden wie untalentierten Persönlichkeit Edward Davies „Ed“Wood jr. heute einen unwiderruflichen Kultstatus erlangt. Es macht alleine schon Spaß, einfach mit einem Zettel in der Hand dazusitzen und per Strichliste die Ungereimtheiten abzuarbeiten, die einem so auffallen. Und glaubt mir: allein damit werdet Ihr gut beschäftigt sein. So schlecht das Werk auch handwerklich sein mag, so schreit es doch auch aus tiefster Seele KULT!...

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Star Trek Beyond (2016)

Star Trek Beyond gilt unter Fans zu Recht als bisher bester Teil der neuen Zeitlinie. Zahlreiche Anspielungen auf die Original Filme und Serien lassen ein wohliges Gefühl der Vertrautheit aufkommen, ohne dabei aber an Eigenständigkeit einzubüßen. Zwar hat der Reboot seit 2009 mit einigen Schwächen zu kämpfen, die sich wohl kaum noch ausmerzen lassen. Doch der Film ist in weiten Strecken nicht nur eine Hommage an Star Trek, wie es die Altfans kennen und lieben, sondern darüber hinaus auch ein eigenständiges Werk, dass den Horizont der Kelvin Zeitlinie auf angenehme Art und Weise erweitert...

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Space Shuttle Enterprise Orbit Challenger (1978)

Space Shuttle Enterprise – Orbit Challenger ist die dritte und leider auch letzte Episode der MARITIM Hörspielserie Science Fiction Documente von 1978. Das dritte Hörspiel dieser leider viel zu kurzlebigen Science Fiction Reihe glänzt nach der etwas schwächeren zweiten Episode mit einer spannend  und jugendgerechten erzählten Geschichte, die es darüber hinaus versteht, lehrreiche und interessante Informationen über den damaligen Stand der Raumfahrt zu vermitteln. Leider schien sich die Produktion für MARITIM seinerzeit nicht sehr zu rentieren, so dass kein vierter Teil der Serie mehr produziert wurde. Schade auch...

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Titan A.E: (1999)

Titan A.E. war eines der letzten ganz großen Zeichentrick-Animationsprojekte des US-amerikanischen Kinos und das letzte der (Twentieth Century) Fox Animation Studios. Bei einem Budget von fünfundsiebzig Millionen Dollar spielte der Film weltweit nur dreiunddreißig Millionen Dollar ein und geriet somit zum größten Flop in der Geschichte der altehrwürdigen Abteilung und letztlich zu ihrer Schließung. Das ist äußerst schade, denn für mich gehört der Film zu einem der meist unterschätzten Animationsfilme, dem leider der zweifelhafte Ruf anhaftet, das endgültige Aus des Zeichentrickfilms mit eingeläutet zu haben....

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Das Eden Projekt (Roman, 2017)

Das Eden-Projekt erzählt die Geschichte des vereinsamten Computernerds Ilay Gador, der freiberuflich für das Unternehmen Fast Light Data Limited arbeitet. Als IT Spezialist ist er ein gern gesehener Honorarprogrammierer, der immer dann gerufen wird, wenn Not am Mann ist. Als ein orbitales Kommunikationsrelais, das die Verbindung zum Mars sicherstellen soll, ausfällt, vermutetet man bei FDL einen Hackerangriff und zieht Gador zurate. Doch Ilay gerät zusehends ins Visier der European Defence Agency. Denn in der Zentrale der Anti-Terror Einheit gehen Daten ein, die auf einen Terrorakt schließen lassen. Und Ilay hat als einer von wenigen die Fähigkeit, einen solchen Sabotageakt auszuführen...

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Uhrwerk Orange (1971)

Einem Film wie Uhrwerk Orange innerhalb der eng gesteckten Grenzen einer Seite wie dieser gerecht zu werden, ist fast unmöglich. Seine technische Brillanz, sowie die schauspielerischen Meisterleistungen sind unumstritten. Die  Perfektion der Bildkompositionen, des Einsatzes der Kamera und des Schnittes machen das Werk zu einem strahlenden Stern am Genre-Himmel. Wichtiger als das erscheint mir aber, dass der Film seit nunmehr über fünfundvierzig Jahren unter Kritikern und Filmwissenschaftlern heftige Kontroversen auslöst, die wohl nie abschließend beigelegt werden können...

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Captain Power and the Soldiers of the Future (1987/88)

ist eine kanadisch/U.S.-amerikanische Jugendserie aus den Jahren 1987/88. Als Hauptautoren treten Terry Goddard und J. Michael Straczynski in Erscheinung, der hier zum erstem Mal mit dem späteren Babylon 5 Produzententeam John Copeland und Douglas Netter zusammenarbeitete. Die Serie wurde vom Spielzeughersteller Mattel in Auftrag gegeben, die mit ihr ein neues, computergesteuertes Spielzeug auf dem Markt etablieren wollten. Die technische Umsetzung der Show mag heute vielleicht antiquiert wirken, doch dank spannender Ideen und eines Handlungsbogens a'la JMS, machen die etwa fünfundzwanzig minütigen Folgen auch heute noch eine ganze Menge Spaß...

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Orbit Challenger - Killer-Satelliten greifen an Hsp. 1978)

Mit Orbit Challenger - Killer-Stelliten greifen an, setzte das Label Maritim seine 1978 gestartete Serie Science Fiction Documente fort. Peter Bars alias H. G. Francis vermochte es in diesem Hörspiel allerdings leider nicht, die hohe Skriptqualität des Vorgängers Projekt S.E.T.I. - Signale aus dem All (Hsp, 1978) beizubehalten. Obwohl die Soundeffekte gewohnt souverän eingesetzt werden, fehlt es an den wissenschaftlichen Bezügen, die noch Teil eins der Serie auszeichneten. Mit Rüdiger Schulzki wurde zudem als Sprecher für die Hauptfigur Colin Yates eine nicht sehr glückliche Wahl getroffen...

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Arrival (2016)

...hebt sich in der Zeit bunten Popcorn-Blockbuster-Kinos wohltuend vom Science Fiction Einheitsbrei ab. Mit wundervollen Bildern und einer nachdenkenswerten, komplexen Geschichte ausgestattet, wissen Regisseur Dennis Villeneuve und Drehbuchautor Eric Heisserer die Kurzgeschichte A Story in your LIfe des US-amerikanischen Schriftstellers Ted Chiang  auf geradezu denkwürdige Weise umzusetzen. Das Werk berührt nicht nur philosophische, sondern ebenso moral-ethische Fragen und schafft es dennoch, nicht an Unterhaltungswert einzubüßen. Damit reiht es sich nahtlos in die großen Filmwerke der Geschichte ein...

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Projekt S.E.T.I. - Signale aus dem All (Hsp, 1978)

1978 startete das Label MARITIM die kurzlebige Serie Science Fiction Documente, die es allerdings leider nur auf drei Folgen brachte. Peter Bars alias H. G. Francis zeichnete für alle drei Skripte verantwortlich und legte mit dieser geglückten Geschichte einen gelungen Start hin. Geschickt werden reale wissenschaftliche Begebenheiten mit einer spannenden und jugendgerechten Abenteuergeschichte verknüpft, die unsere Helden schließlich zum Mond führt. Dabei spart Bars zum Ende hin nicht mit dem ein oder anderen Seitenhieb der weltpolitischen Situation der End-70er und auf die menschliche Streitsucht an sich...

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Star Wars IV - eine neue Hoffnung (1977)

Welches Franchise könnte sich für die Feier zum vierhundertesten Artikel aus meiner Feder für Greatscifi.de besser eigenen, als das riesige Star Wars Universum? Krieg der Sterne begeistert Science Fiction Fans in aller Welt seit nunmehr vierzig Jahren und war zusammen mit Star Trek und Kampfstern Galactica eine Initialzündung für mich. Eine bahnbrechende Tricktechnik, tolle Musik und ein hervorragendes Sounddesign zeichnen dieses Werk ebenso aus, wie eine einfache Story, die auf Archetypen zahlreicher Mythen und Sagen basiert. Dabei liest sich die Produktionsgeschichte ebenso spannend, wie die Geschichte selbst...

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Automata (2014)

Die bulgarisch/spanische Koproduktion Automata befasst sich in interessanten Bildern mit der moral-philosphischen Frage, wie man Leben letztlich definiert. Als Aufhänger dienen sogenannte Automata, Roboter, die ihre vom Menschen auferlegten Schranken überwunden haben und ein Bewusstsein entwickelt haben. Leider wirkt die Geschichte bisweilen etwas unstrukturiert und verwirrend. Diese Schwäche wird allerdings durch einen hervorragend spielenden Antonio Banderas kompensiert...

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Rocky Jones, Spaceranger (1954 - 1956)

Rocky Jones, Spaceranger gehört heute gemeinsam mit Captain Video and the Video Rangers, Tom Corbet, Spacecadet und Space Patrol zu den berühmten Space Opera-TV-Shows der 50er Jahre. Obwohl die Serie bis in die 70er Jahre hinein fast unbekannt war, sorgte der immer stärker aufkommende Videorekorder schnell dafür, dass sie bald weite Verbreitung unter Fans fand.

Mit wunderbar ideenreichen Spezialeffekten, Props und Kostümen ausgestattet, ist Rocky Jones heute ein Fest für Nostalgiefans. Mit simplen, aber spaßigen Drehbüchern und sympathischen Figuren, kreierte das Produktionsteam einen wahren All-Time Klassiker...

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Gamera, Frankensteins Monster aus dem Eis (1965)

Gamera-Regisseur Noriaki Yuasa und sein Special EffectsTeam um Takayama Ryôsako und Yonesaburo Tsukiji ließen sich maßgeblich vom Erfolg der seinerzeit auf fünf Streifen angewachsenen Godzilla-Reihe beeinflussen, um ihre Vision des Gamera zu verwirklichen. Das Kunststück gelang und die fliegende und feuerspeiende Riesenschildkröte Gamera wurde ein fast ebenso großer Erfolg, wie sein Vorbild. Mit einem sicherlich wesentich kleineren Budget als seinerzeit Godzilla (1954) verwirklicht, kann der Film gerade bei Kaijun Fans durch seinen ganz eigenen Charme punkten. Wer sich von dem deutschen Titel nicht abschrecken lässt, bekommt hier ordentliche Monsterkost geboten.

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The Red 1 - Morgengrauen (2017)

... ist ein intelligent und spannend erzählter Roman, der die Genres Military SF und Nanopunk  geschickt miteinander kombiniert. Linda Nagata denkt moderne Technologien aus Militär und Kommunikationstechnik geschickt weiter und integriert sie in den Alltag einer kleinen Spezialeinheit. Die Tatsache, dass die Geschichte dabei nicht in den Weiten des Alls, sondern eben hier, auf Mutter Erde angesiedelt ist, stellt sich als weiterer Pluspunkt heraus. Nagata wählte für den ersten Band ihrer Saga die eher ungewöhnlichen Stilmittel des Präsens (Gegenwartsform) und der Egoperspektive. Dies mag zunächst ungewöhnlich anmuten, entpuppt sich aber als eine der Stärken des Werkes...

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Johnny Mnemonic (1995)

William Gibson dürfte vielen Science Fiction Fans ein Begriff sein. Seine Neuromancer Trilogie prägte nicht nur Begriffe wie „Cyberspace“ und „Matrix“, sondern auch das gesamte Subgenre des Cyberpunks. Einige grundlegende Elemente wurden zwar bereits einige Jahre zuvor von Autoren wie Philip K. Dick, oder in Filmen wie Blade Runner formuliert. Doch fehlt beiden Beispielen etwa der typisch computerisiert-futuristische Aspekt einer Kurzgeschichte wie Der mnemonische Johnny, die für den Film Vernetzt – Johnny Mnemonic Pate gestanden hat. In dieser Verfilmung von 1995 schafft es Regisseur Robert Longo, Gibsons Vision in ansprechender Weise zu visualisieren...

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zuletzt aktualisiert am: 27.04.2017
 
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